Normalerweise werden in unserem Gehirn ständig Reize und Informationen zwischen den Nervenzellen weiter geleitet. Dies erfolgt entlang einer Nervenzelle „elektrisch“. Muss die Information oder der Reiz aber von einer Nervenzelle zur benachbarten weitergeleitet werden, so passiert das über biochemische Botenstoffe, die sogenannten Neurotransmitter. Bei der Epilepsie kommt es plötzlich zu spontanen „Entladungen“ der Nervenzellen, ähnlich wie bei einem Gewitter. Dadurch verschiebt sich das Gleichgewicht der Neurotransmitter. Die Weiterleitung der Informationen und Reize ist gestört: Es kommt zum epileptischen Anfall.
Die Epilepsie ist also keine Geisteskrankheit und hat auch nichts mit einer Gemütserkrankung zu tun. Die Ursachen für die Entstehung einer Epilepsie sind bis heute schwer definierbar. Sie kann genetisch bedingt sein, aber auch Stoffwechselerkrankungen, Infektionen und Tumore im Gehirnbereich sowie Durchblutungsstörungen können beispielsweise eine Rolle spielen.